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Die Sache mit der "Wahrheit" Je nachdem, wie viel meiner Homepage Sie schon gelesen haben, werden Sie bemerkt haben, daß die hier von mir präsentierten Informationen nicht immer mit dem uns normalerweise vermittelten Weltbild korrelieren, z.T. etwas davon abweichen, z.T. aber sogar völlig konträr sind. Womit wir gleich am Anfang auf ein Wort gestoßen sind, welches einen engen Zusammenhang mit dem Thema Wahrheit aufweist: "normalerweise". Wenn immer wir Information zu bestimmte Themen abwägen, sollten wir uns über diese beiden Begriffe im Klaren sein. Was denn, bitte, ist "normal"? Bei diesem Wort ist noch relativ leicht eine Erklärung zu finden. "Normal" ist, was uns vertraut ist, üblich ist. Man könnte auch sagen, woran wir gewöhnt sind oder oft auch, worauf wir normiert wurden. Wobei sich der nächste Haken auftut: wer ist "wir"? Wohl kaum die Menschheit als Ganzes, sondern eben meist eine bestimmte Gruppe. Sei diese Gruppe nun religiöser, politischer oder sonstiger Natur, Möglichkeiten einer Gruppenbildung gibt es in großer Menge. Also können wir damit rechnen, eine reiche Vielfalt verschiedener Anschauungen von "normal" anzutreffen. Diese Vielfalt führt zu einem heiklen Punkt. Muß das, was als normal gilt, der Wahrheit entsprechen? Mitnichten! Wie es so treffend formuliert wurde: nur weil viele Menschen etwas bestimmtes glauben, muß es noch lange nicht wahr sein. Oder anders: Wahrheit ist kein Mehrheitsbeschluß! Aber was dann? Im vorigen Absatz kommt das Wort "glauben" vor. So ziemlich alle kennen wahrscheinlich den Spruch "Glauben heißt, nicht zu wissen". Zu glauben, wird hier als ein eher unreifer Persönlichkeitszug abgetan. Dabei wird übersehen, daß die Fähigkeit, zu glauben (jetzt nicht nur im religiösen Sinn) Vorbedingung für Wissen bzw. Wahrheitsfindung ist. Es ist notwendig, zu glauben, daß etwas sein kann. Auf dieser Basis kann man dieses Etwas erforschen, und die Forschung wird zeigen, ob dieses Etwas, diese Annahme, existent bzw. brauchbar ist. Damit haben wir dann Wissen darüber. Soweit der positive Aspekt. Leider erleben wir auch heute noch den Glauben eher selten in diesem Aspekt der Ermöglichung von Wissen. Sehr oft zeigt er sich in Form von Glaubenssystemen, die uns aufgezwungen bzw. durch geschickte Manipulation von Kindheit weg derart eingetrichtert werden, daß wir sie als Glaubenssysteme nicht mehr erkennen und sie für Wahrheit halten. Womit wir endlich wieder bei diesem Begriff wären. Was also ist Wahrheit? Gibt es die einzig richtige Wahrheit? Unter Berücksichtigung allein der obigen Überlegungen (und da gibt es noch einige mehr) lautet die Antwort wohl "Nein". Was nun? Nun, wir können das tun, was im Bereich unserer Möglichkeiten liegt, wir können uns der Wahrheit, so gut es geht, annähern. Das wird wahrscheinlich meist ganz gut gelingen. Vorbedingung dazu ist allerdings ein kritischer Geist. Glauben ist wichtig, allerdings nicht in seiner blinden Form. Der Glaube sollte im ersten Schritt die Tür zu anderen als üblichen Überlegungen öffnen, dann zur Überprüfung führen, und wenn diese Überprüfung der angebotenen Informationen deren Richtigkeit bestätigt, können wir uns schon auf einem guten Weg zur Wahrheit wähnen. Klingt an sich nicht allzu schwierig, oder? Probleme entstehen dabei aber sofort. Leider gibt es auf dieser Welt Machtstrukturen, die keinerlei Interesse daran haben, daß die Mehrheit der Bevölkerung an die Wahrheit herankommt. Würde das doch dazu führen, daß diese Gruppierungen Macht einbüßen würden und auch die Menschen nicht mehr in dem Maße ausbeuten könnten, wie sie es tun. Sehen wir uns vorerst den schon erwähnten Begriff "Glauben" an. Einerseits wird Glauben, wie schon oben erwähnt, mit dem Beigeschmack des Unreifen versehen. Andererseits gibt es jene Gruppen, die Glauben verlangen. Nicht im Sinn von zulassen von Möglichkeiten, sondern als Zwang. Wird das Vorgegebene in Zweifel gezogen, so drohen Strafen durch Höllenfeuer oder soziale, manchmal auch konkret körperliche, Zerstörung. Mit der Möglichkeit, an korrekte Information zu kommen, sieht es im Moment auch nicht sehr rosig aus. Die Tatsache, daß sich die Massenmedien in den Händen einiger sehr weniger Personen befinden, verheißt nichts Gutes. Zum Glück gibt es das Internet. Doch leider, es sind zwar manche wichtige Informationen hier zu finden, aber es tummeln sich hier neben ehrlichen Informanten auch Menschen mit eher krauser Gedankenwelt. Ganz zu schweigen davon, daß natürlich auch im Interesse der Machthaber kräftig Desinformation und Verleumdung gestreut wird. Noch dazu wird unter dem Deckmäntelchen "Hatespeech" und "Fake News" mittlerweile ganz offensichtlich die Zensur unliebsamer Inhalte durchgezogen. Was bleibt, ist die Erkenntnis, daß der Weg zur Wahrheit keine ebene, glatte und gut beschilderte Piste ist. Es sind manche Mühen aufzuwenden, die Spreu vom Weizen zu trennen und Möglichkeiten, in eine Sackgasse zu geraten und dort von einer Gruppierung eingesackt zu werden, gibt es genug. In Summe wäre es sicher am sinnvollsten, bei Ereignissen selbst an Ort und Stelle gewesen zu sein oder bei den Forschungsergebnissen selbst beim Experiment dabei gewesen zu sein. Aber wer hat schon diese Möglichkeit? Es sollte uns bewußt sein, daß wir zwangsläufig die Mehrzahl unserer Informationen aus zweiter oder dritter Hand beziehen. Um so wichtiger ist es, die Unabhängigkeit und Vertrauenswürdigkeit der Informationsquellen zu hinterfragen und die angebotenen Fakten auf Herz und Nieren zu überprüfen. Nicht zuletzt die Frage: wem dient diese Information? Zusammengefaßt, um nicht zu lang im Text zu werden: Wer kann behaupten, die absolute Wahrheit zu kennen? Ich will mir das jedenfalls nicht anmaßen. Allerdings kann ich behaupten, die auf meiner Seite angeführten Informationen nach bestem Wissen und - ganz wichtig! - Gewissen hinterfragt zu haben. Ich stelle auch nicht den Anspruch, daß Sie mir glauben - ganz im Gegenteil. Das wäre nur ein Verschieben der Eigenverantwortung. Wichtig ist mir, daß Sie einen Denkanstoß bekommen und dann selbst zu Ihrer Wahrheit finden. |